Erster Teil der Einführung in die Fotografie für Anfänger
Was macht nun ein gutes Foto in erster Linie aus?
Es ist der richtige Blick auf das Motiv und der richtige Ausschnitt, sowie das beste Licht, das man in einer interessanten Szene haben, sehen und ablichten muss. Und das macht ausschließlich der Mensch hinter der Kamera. Zwar sind die richtigen Einstellungen an der Kamera oder auch die Kamera selbst mit verantwortlich dafür, ob Sie ein Gutes Foto machen oder doch nur einen weiteren Schnappschuss. Aber der Bildaufbau und das passende Licht dazu ist das, was am meisten zu einer erfolgreichen Abbildung beiträgt. Deshalb fangen wir erstmal an Ihren Blick, den sogenannten fotografischen Blick, zu schulen.

In der Realität, d.h. in der von uns wahrgenommenen Umgebung, ist die Grundlage dieser Wahrnehmung – das stereoskopische (räumliche) Sehen mittels beider Augen. Bei Fotos ist das etwas anders, die sind ja flach (zweidimensional), hier fällt diese Grundlage weitestgehend weg. Wir können im Foto nicht in die Tiefe schauen. Im Klartext: Wir sehen mit unseren Augen dreidimensional! Unsere Fotokamera macht aber nur zweidimensionale Fotos!
Wir müssen also dem Betrachter der Fotos irgendwie Hilfestellung geben das Foto so zu sehen, dass es eine dreidimensional Wirkung hat. Und ihm die Möglichkeit geben, den selben Blick und die selben Empfindungen erahnen zu können, welche Sie – zum Zeitpunkt der Aufnahme – auf das Motiv hatten.
Dies können wir, durch von Menschen erlernten Charakteristiken (Merkmale), in unseren Fotos widerspiegeln. Solche typischen Charakteristiken sind beispielsweise Formgebung durch Licht und Schatten, Staffelungen mehrerer Ebenen hintereinander sorgen z.B. für mehr Tiefenempfindung (Wie hintereinander gelagerte Bergketten, siehe Bild rechts), Tiefen wirksame Linienführung, Räumlichkeit durch verschiedene Schärfegrade der Objekte oder unterschiedliche Helligkeiten der Objekte im Bild, etc. etc.
Also solche typischen Merkmale der Dreidimensionalität, die wir in der realen Welt im Laufe unseres Lebens erlernt und gespeichert (verinnerlicht) haben, müssen auf den Fotos verstärkt vorhanden sein.
Aber auch hierbei beachten Sie bitte: „Zu viel des Guten ist ungesund.”
Zu beachten gilt natürlich auch (wie so oft im Leben), der „Geschmack” jedes Einzelnen ist unterschiedlich, jeder sieht die Dinge anders. Dabei ist es aber gerade wichtig, dass die Fotos in erster Linie dem erwarteten Publikum (Bildbetrachter, ggf. Käufer) gefallen. Am Anfang wird dies meist der*die Fotograf*in selbst sein. Sie sollten die Szene auf dem Foto auch so wiedererkennen, wie Sie sie vor Ort gesehen haben. Deshalb ist es auch sehr wichtig „bewusst zu fotografieren”, sich die Szene genau zu betrachten um sie richtig, so realitätsnah wie möglich auf dem Foto abzulichten (Ausnahmen gelten natürlich u. A. für künstlerische oder bewusst unkorrekte Fotos).
Natürlich ist es wichtig die Dinge auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, eventuell ist die Sichtweise oder der Blick einer zweiten Meinung gar nicht so verkehrt. Frei nach dem Sprichwort: „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.” Deshalb hier noch ein paar Worte zu Bildkritik.
Also los geht's
Am Anfang mit so gut wie keiner Erfahrung, machen wir uns Gedanken darüber was wir wie fotografieren möchten und was wir dazu benötigen. Klar erstmal eine Kamera! Diese sollten Sie gut kennen, also nehmen Sie sich Zeit, lesen Sie sich das Bedienhandbuch ihrer Kamera aufmerksam durch. Es ist enorm von Vorteil, wenn Sie wissen was an der Kamera eingestellt werden kann und an welcher Stelle (über Tasten oder im Menü und wo im Menü). Zweitens, besorgen Sie sich ein Notizbuch, darin werden in Zukunft alle Interessanten Punkte notiert (auch wichtige Kameraeinstellungen). Als Drittes und erstmal letzten Punkt in diesem Kapitel, sehen Sie sich Fotos anderer Fotografen an. Schauen Sie die Fotos genau an (nehmen Sie aber nur solche Fotos, die Sie in Ihrer Umgebung auch fotografieren können) und überlegen Sie was Ihnen an dem einen oder anderen Foto gefällt oder nicht. Notieren Sie Ihre Meinung und machen ggf. eine Skizze dazu in Ihrem Notizbuch. Wir werden als erstes versuchen solche Fotos ohne große Einstellungen an der Kamera nachzumachen.
Wahrscheinlich sind wir zu Beginn mit den vielen Einstellmöglichkeiten der Kamera etwas überfordert! Deshalb werden wir erst einmal mit dem Programm-Automatik-Modus (P) fotografieren und uns mehr auf das Motiv konzentrieren und wie wir dieses gut ins Bild setzen. Es gibt an vielen Kameras einen weiteren Programm-Automatikmodus, dieser ist meist grün hervorgehoben. Bitte jetzt nicht diesen verwenden, da diese keinerlei Eingriffmöglichkeiten bietet und auch selbst versucht das Motiv zu erkennen.
Viele Fotografen und Fotografinnen sind der Meinung, im Automatik-Modus werden Sie nie richtig fotografieren können, diese Meinung kann ich nicht teilen. Einige gute Profifotografen und Profifotografinnen benutzen öfters auch den Automatik-Modus, allerdings mit dem Wissen der Einschränkungen, die man hierbei teilweise hat. Aber mit dem Vorteil, dass sich die Kamera z.B automatisch an sich schnell ändernde Lichtverhältnisse anpasst. Dies kann der*die Fotograf*in nur verzögert tun, da er*sie erst die Belichtung kontrollieren muss und danach, nach einer Anpassung, das Foto schießen kann oder ggf. ein zweites Foto machen muss. Hier ist aber oft die Szene schon wieder eine andere und das eigentliche Foto kann evtl. auch nicht nachgeholt werden. Also, wenn Schnelligkeit gefragt ist, kann ohne weiteres auf die Programm-Automatik zurück gegriffen werden.
Erklärung: Im Programm-Automatik-Modus (P) übernimmt die Kamera alle wichtigen Einstellungen (je nach Vorgaben, siehe Vorbereitungs-Liste), damit in den meisten Fällen ein gutes Foto entsteht. Es ist ein wenig wie beim Autofahren, wenn Sie ein Automatikgetriebe haben, können Sie sich besser auf den Verkehr (unser Motiv) konzentrieren und schneller auf Ereignisse reagieren. Bei einem Schaltgetriebe müssen Sie nebenher immer auch noch beachten ob Sie den richtigen Gang (Kameraeinstellungen) eingelegt haben, was manchmal zu einer verzögerten Reaktion führt.
Automatik = Komfort = Eingeschränkte Vorgaben ⇔ Manuell = Handarbeit = individuelle Möglichkeit
Vorbereitung für die erste Fotoaufgabe
(Es kann sein, dass folgende Einstellungen nicht an jeder Kamera durchgeführt werden können)
- Laden Sie die Kamera-Akku(s)
- Formatieren/löschen/leeren Sie die Speicherkarte(n)
- Stellen Sie Ihre Kamera zu Beginn auf Programm-Automatik (P).
- Stellen Sie den Weißabgleich auf Auto
- Stellen Sie die ISO-Empfindlichkeit auf Auto-ISO
- Stellen Sie das Speicher-Format auf JPG
- Stellen Sie den Autofokus auf Automatische-Messfeldwahl
- Stellen Sie die Belichtungsmessung auf Mehrfeld-/Matrixmessung
Sie sehen, selbst im Programm-Automatik-Modus kann die Kamera voreingestellt und so ein wenig gesteuert werden. Mit den Einstellungen in der vorherigen Liste haben wir die Kamera tatsächlich in einen echten Vollautomatik-Modus versetzt.
Später werden Sie natürlich auch erfahren, wie Sie mit individuellen Einstellungen im Programm-Automatik-Modus, in den halbautomatischen Modi (Zeitautomatik und Blendenautomatik) und dem manuellen Modus, Einstellungen sinnvoll vornehmen und damit besser fotografieren können. Wir werden dafür die Kamera immer schon zu Hause so vorbereiten, wie wir sie für unser nächstes Fotoprojekt brauchen. Vor Ort werden die Einstellungen dann nur noch an das gegebene Licht und die gegebene Situation (Szene) angepasst.
Nun kann's losgehen, richtiges Schuhwerk und Kleidung vorausgesetzt, können Sie sich jetzt auf die Suche nach ähnlichen Motiven machen, wie die die Sie sich weiter oben angesehen haben.
Gehen Sie immer mit dem Ziel los, ein bestimmtes Motiv, bzw. bestimmte Art von Motiven abzulichten.
Wenn Sie ein geeignetes Motiv gefunden haben, schauen Sie sich das Motiv durch den Sucher an (wenn vorhanden), vermeiden Sie am Anfang das Fotografieren mit dem Display. Der Blick durch den Sucher hilft Ihnen ihren fotografischen Blick zu trainieren, denn nur was Sie im Sucher sehen kommt auf das Foto. Beim Blick auf das Display und dem dadurch größeren Abstand zu Ihren Augen haben Sie immer auch die Umgebung um Ihr Motiv im Blick und werden unter Umständen davon abgelenkt. So wird es deutlich schwieriger sich auf das Motiv und dem „in Szene setzen” zu konzentrieren. Achten Sie aber darauf, dass Sie sich und andere nicht gefährden. Fotografieren Sie am Anfang nur wenige Motive, aber diese von verschiedenen Seiten und von verschiedenen Positionen aus und verändern Sie dabei auch mal Ihre Größe (gehen Sie in die Hocke oder stellen Sie sich auf etwas drauf um einen anderen Blickwinkel auf Ihr Motiv zu bekommen). Machen Sie nicht zu viele Fotos, das Aussortieren wird Ihnen am Anfang sowieso schwerfallen, aber bei sehr vielen Fotos wird es schwieriger „das eine GUTE Foto” zu behalten.
Haben Sie genügend Fotos gemacht, geht's nach Hause an den heimischen PC und die Bilder werden auf den Rechner übertragen. Jetzt können Sie Ihre Fotos erstmal begutachten. Seien Sie von Anfang an sehr kritisch und sortieren weniger gute Fotos sofort aus (die schlechten sowieso), behalten Sie NUR DIE GUTEN Fotos. Vergleichen Sie nun Ihre wenigen verbliebenen Fotos, ob Sie eine ähnliche Aussage in Ihren eigenen Fotos wiederfinden, wie die die Sie in den oben genannten Fotos anderer Fotografen festgestellt haben. Wenn die Fotos der anderen immer noch sehr viel besser sind, gibt es nur eins, weiter üben und vergleichen und überprüfen Sie, was Sie ggf. anders machen. Lassen Sie sich aber nicht von den Lichtverhältnissen und den Farben beirren, diese sind teilweise nachträglich verändert worden, außerdem ist das Licht NIE gleich.
Hier ein Beispiel verschiedener Standorte und Blickwinkel. Beachten Sie die Wirkung auf das Größenverhältnis von den Palmen zur Kirche. [ein Klick auf die Bilder zeigt sie in einer größeren Darstellung]
Noch ein Beispiel: Beim betrachten des 1. Fotos wandert der Blick sofort von Charlie weg rüber zu den riesigen Bäumen im Hintergrund. Gehen Sie näher an Ihr Motiv heran. Dann können Sie oft auch unerwünschte Gegenstände ausblenden (wie die Bank und den Rucksack). Außerdem ist Ihr Motiv dadurch deutlich größer auf dem Foto.
Weiter üben ...
...den ersten Teil dieser Einführung sollten Sie öfter wiederholen, damit Sie ein Gefühl für den richtige Blick auf das Motiv bekommen. Besuchen Sie den Ort, wo Sie fotografiert haben, immer mal wieder, auch zu verschiedenen Urzeiten. Sie werden sehen, was das unterschiedliche Licht zu den verschiedenen Uhrzeiten aus Ihrem Motiv macht. Wiederholen Sie Ihre Aufnahmen auch bei verschiedenem Wetter (muss ja nicht gleich bei starkem Regen sein). Versuchen Sie Ihre letzte Aufnahme immer wieder zu verbessern. Gehen Sie dabei immer wieder mal etwas näher an das Motiv heran und wieder weiter weg. Es muss nicht immer das komplette Motiv (Szene) auf dem Foto sein – siehe obiges Beispiel mit Charlie. Manchmal wirkt ein kleiner Ausschnitt deutlich besser, als wenn das komplette Motiv auf dem Foto zu sehen ist. Verwenden Sie dafür auch gerne (wenn vorhanden) verschiedene Zoomeinstellungen, so dass Sie verschiedene Bildausschnitte vom gleichen Motiv erhalten und vergleichen Sie deren Wirkung. Verändern Sie Ihre Position. Nehmen sie immer mal wieder verschiedene Vordergründe mit auf das Foto.
Hier ein Beispiel mit verschiedener Vordergründen
Haben Sie ein Zoom-Objektiv ? Dann habe ich noch eine Übung für Sie …
- Machen Sie eine Serie (mehrere Einzel-Fotos) vom gleichen Standort aus.
Vom gleichen Motiv, mit verschiedenen Zoomeinstellungen (Brennweiten). - Angefangen mit der kürzesten (kleinste Zahl) und verschieben Sie dann die Brennweite in gleichen Schritten (z.B. 20mm-Schritte).
- Danach stellen Sie wieder die kürzeste Brennweite ein, behalten diese aber bei und verkürzen dafür den Abstand zum Motiv (gehen Sie näher ran), gleichmäßig je Foto jeweils um ein paar Meter.
- Versuchen Sie dabei den gleichen Bildausschnitt zu erreichen, also Ihr Haupt-Motiv gleich groß im Sucher darzustellen, wie beim Heranzoomen mit den verschiedenen Brennweiten.
Vergleichen Sie nun diese beiden Serien, Sie bemerken den Unterschied sofort, was es ausmacht mit dem Zoom das Motiv heranzuholen anstelle näher an das Motiv heranzutreten.
Erklärung:
1. Wenn Sie heranzoomen, bleibt Ihr Blick auf die verschiedenen hintereinander liegenden Objekte stehts gleich. Sie rücken in der Tiefe nur enger zusammen, also die Abstände zu einander scheinen kürzer zu werden. Dabei wird der Bildwinkel enger und der Bildausschnitt kleiner. Dies vermittelt den Eindruck, dass die Objekte, die hinter und vor dem fokussierten Hauptobjekt liegen, größer werden.
2. Gehen Sie jetzt anstatt Ihr Motiv heranzuzoomen näher an Ihr Motiv heran. Hierbei wird der Bildausschnitt auch kleiner, aber der Abstand der Objekte in der Tiefe bleibt gleich und Ihr Hauptmotiv wirkt im Verhältnis zum Hintergrund größer. Außerdem werden Sie bemerken, dass Objekte die sich seitlich hinter Ihrem Haupt-Motiv befinden, mehr und mehr hinter diesem verschwinden (so können Sie unschöne Objekte zum Teil leicht hinter Ihrem Hauptmotiv ausblenden).
Um so größer der Unterschied der Abstände zum Fokuspunkt und dessen Abstand zum Hintergrund bzw. Vordergrund ist, um so mehr ist der Unterschied ob ein Zoom verwendet wird oder näher heran gegangen wird, bemerkbar. Auch ist der Effekt, dass die Objekte im Hintergrund scheinbar größer werden stärker bemerkbar, um so weiter der Hintergrund weg ist und um so näher Sie am Fokuspunkt sind.
Beachten Sie, dass der Weg aus Bild-3 im Bild-2 nur Ansatzweise knapp vor dem Baum zu erahnen ist. Den grünen Baum der im Bild 2 am rechten Rand gerade noch etwas ins Bild hereinragt, ist im Bild-3 ganz zu sehen, knapp an der rechten Seite hinter dem Baum.
Sie sehen, wie leicht störende Elemente hinter Ihrem Hauptmotiv versteckt werden können, wenn Sie anstelle zu zoomen näher an Ihr Objekt herangehen.
Was es noch zu beachten gilt
- Fotografieren Sie bitte am Anfang, wenn möglich, nicht zwischen 11:00Uhr und 14:00Uhr vor allem nicht in der Sommerzeit. In dieser Zeit steht die Sonne am höchsten und der Dynamikumfang (Helligkeitswerte zwischen dunklen und hellen Bereichen) ist sehr groß. Die Automatik Ihrer Kamera ist hierbei dann schon mal etwas überfordert. Ihre Kamera kann in diesem Moment das Bild nur entweder für die hellen Bereiche oder für die dunklen Bereiche korrekt einstellen. Die Fotos sind dann eher nicht zu gebrauchen, da meist ein Teil davon viel zu dunkel oder viel zu hell ist. In den Zeiten davor und danach erscheint das Licht der Sonne angenehmer, wärmer und die Schatten werden etwas länger und weicher, was den meisten Fotos zu Gute kommt.
Wie man am Mittag mit dieser Situation zurecht kommt sehen wir uns in einem späteren Kapitel an.
- Ach ja, achten Sie schon während dem Fokussieren darauf, Ihr Motiv gerade auszurichten, d.h. senkrechte Kanten sollten wenn möglich senkrecht sein und waagerechte Kanten waagerecht. Wenn Sie größere Gebäude fotografieren wird Ihnen dies natürlich nicht immer gelingen. Weil, wenn man schräg von unten fotografiert, das Gebäude scheinbar oben nach hinten weg kippt (sogenannte stürzende Linien entstehen). Dies kann nur vermieden werden, wenn von einem weiter entfernten Standpunkt aus fotografiert oder die Position in der Höhe nach oben verändern wird (z.B. eine Hang, eine Treppe hinauf gehen oder ausnahmsweise mal auf eine Bank stehen). So kann das Gebäude eher mittig fotografiert werden.
- Wenn Sie kleine (aus Erwachsenen Sicht) niedrige Motive, z.B. Kinder, Kleintiere, bodennahe Pilze oder Blumen fotografieren, gehen Sie auf Tauchstation, machen Sie sich auch klein (man sagt: „gehen Sie auf Augenhöhe mit dem Motiv”). Fotos, die von oben nach unten gemacht werden wirken oft ein wenig zu dominant und die Perspektive der Proportionen stimmt dann meist nicht mehr (dies kann aber, wenn gezielt eingesetzt zu interessanten Fotos führen). Was der Kamera am nächsten ist wirkt größer, als das was weiter von der Kamera entfernt ist. Außerdem wirken Fotos von Kleintieren auf Bodenhöhe viel spannender. Ein guter Nebeneffekt, bei bodennahen Aufnahmen, bekommt wir in der Regel einen interessanteren Hintergrund, als nur den Boden auf dem das Motiv steht.
Was ist noch hilfreich?
Gehen Sie wenn möglich mit eine(r)*m gleichgesinnten Partner*in oder Bekannten auf Foto-Tour. Dadurch können Sie sich gegenseitig unterstützen und Person A passt z.B. auf das Gepäck auf, solange Person B sich um "Das perfekte Foto" kümmert. Zu Zweit oder auch in kleinen Gruppen macht es nochmal soviel Spaß und der Erfolg ist ungleich größer, als wenn Sie alleine unterwegs sind. Die Lernkurve ist zwar bei den meisten unterschiedlich, aber wenn mehrere Gleichgesinnte zusammen unterwegs sind, können sie sich auch gegenseitig fördern und Hilfestellung geben.
Bedenken Sie aber auch, falls z.B. Kinder mit dabei sind, dass Sie an einem Standort gerne mal auch ein paar Minuten oder auch mal die eine oder andere Stunden verweilen um "Das perfekte Foto" zu erhaschen. Nicht dass bei den anderen Personen Langeweile eintritt und sie anfangen zu drängen, wann es denn endlich weiter geht. Nehmen Sie für Alle auch genug zum trinken mit, ein kleiner Snack schadet oft auch nicht. Oder machen Sie zwischendurch mal eine Pause in einem Cafe oder gönnen Sie sich kurz mal ein Eis an einer Eisdiele und gehen frisch gestärkt weiter auf Tour.
Ende des ersten Kapitel
So das war's für den ersten Teil. Ich hoffe Ihnen hat es bis hier hin Spaß gemacht. Im nächsten Teil kommen noch ein paar Tipp's hinzu um Ihren Erfolg des ersten Kapitels zu verstärken.
Bis dahin die Bitte das bis jetzt gelernte und beobachtete weiter zu üben und zu verinnerlichen. Nur wer am Anfang Alles wichtige verstanden hat wird in den kommenden Kapiteln auch folgen können.
Bis dahin weiterhin „Gutes Licht” und weiter zu Kapitel 2.